Promotion erfolgreich abgeschlossen

Das Promotionskolleg gratuliert Dr.-Ing. Michael Schuster ganz herzlich zur erfolgreich abgeschlossenen Promotion. Michael Schuster, der bis Januar 2018 Mitglied des Kooperativen Promotionskollegs der HTWG war, hat im Bereich der Zustandsschätzung von Mehrfachzielen unter Störbedingungen  geforscht. Eine Anwendung seines Promotionsprojektes findet sich beispielsweise in der Schifffahrt. Betreut wurde Michael Schuster von Prof. Reuter, Professor für Regelungstechnik an der HTWG, in Kooperation mit Prof. Wanielik, Professor für Nachrichtentechnik an der TU-Chemnitz.  Seine Dissertation mit dem Titel Multiple Object Tracking for Extended Targets using JIPDA filters ist nun im Shaker-Verlag veröffentlicht worden.

Kaunas University of Technology — PhD Summer School

„I had three intensive days of training“, sagt Kuma G. Erko über seine Teilnahme an der Summer School der Kaunas University of Technology im August 2017. Während des vom Promotionskolleg der HTWG ausgeschriebenen und geförderten Aufenthalts in Palanga, Litauen, hat er viele für eine erfolgreiche Promotion notwendige Kenntnisse erworben.

Auf dem Programm standen Vorträge und interaktive Seminare zum Wissenschaftlichen Schreiben, zum Forschungsdatenmanagement und zu Open Science sowie zum Projektmanagement. Kuma G. Erko, der als Stipendiat im RELOAD-Projekt zu Nacherntetechnologien forscht, berichtet, dass ihn der Vortrag zum Wissenschaftlichen Schreiben vor allem dazu angeregt habe, seine Dissertation sehr klar zu strukturieren, sowie darauf zu achten, die Funktionen der einzelnen Abschnitte beim Schreiben zu beachten.  Das Seminar zum Projektmanagement habe ihm vor allem dabei geholfen, sich konkrete Ziele für die Promotionsphase zu setzen, und zu überlegen, wie er diese fokussiert umsetzen könne. Ganz besonders beeindruckt hat ihn der Vortrag zum Thema Forschungsdatenmanagement und zu Open Science. Er sieht ein großes Potenzial darin, dass Wissenschaftler/innen ihre Forschungsdaten offen  zugänglich machen, da dies eine Kultur der Zusammenarbeit stärkt.

Neben der Vermittlung von überfachlichen Fähigkeiten bot die Summer School eine gute Möglichkeit, sich innerhalb einer Gruppe  aus 48 Promovierenden aus über 10 Ländern zu vernetzen. „Plus“, fügt Kuma G. Erko hinzu, „visiting the beach in Palanga was very nice. A heartfelt thanks to the Promotionskolleg for making this possible!“

Die Entscheidung für die Promotion – zwei Kollegiaten berichten

Julian Rüb promoviert zu Geschäftsmodell-Innovation und Industrie 4.0 in der Modellfabrik der HTWG Konstanz, in Kooperation mit der Newcastle University in Großbritannien. Den Grundstein seiner Promotion legte er mit einem Bachelorstudium in Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau und einem anschließenden Masterstudium im Bereich Innovationsmanagement & Entrepreneurship. „Ein Forschungsthema spezifisch aus zwei disziplinären Perspektiven zu betrachten motiviert mich, Energie und Zeit in die Promotion zu investieren“, sagt Julian Rüb.

Felix Saur promoviert bei Professor Jens Weber über die Problematik selbsterregter Radsatz-Torsionsschwingungen von Schienenfahrzeugen mit hoher Kraftschlussausnutzung. Mit seinem Thema, das er in Kooperation mit der TU Dresden bearbeitet, kam er erstmals in Kontakt während seiner Berufstätigkeit als Ingenieur im Fachbereich der Lauftechnik bei ALSTOM Transport. Er entschied sich dafür, die Schwingungsproblematik von Radsätzen in Schienenfahrzeugen im Rahmen einer Promotion systematisch zu analysieren. Da die PROSE AG  sich auf die Messung dieses technischen Problems spezialisiert hat, wechselte er  zur PROSE AG in Winterthur. Neben seinem Interesse daran, sich interdisziplinär mit der Schwingungsthematik auseinanderzusetzen, war es für ihn ein Anreiz, dem Eisenbahnbundesamt einen rechnerischen Nachweis über die Lösung dieses Problems zur Verfügung zu stellen.

Sommerkolloquium des Promotionskollegs 2017

Eine Promotion ist ein Kraftakt – ein Lebensabschnitt, der von Höhenflügen und Durchhängern begleitet wird. Unterstützung bei den fachlichen und persönlichen Herausforderungen leistet das Promotionskolleg. Es lud zum dritten Mal zum Sommerkolloquium. Das Sommerkolloquium dient dem Austausch der Doktorandinnen und Doktoranden über Arbeitsgruppen und Fakultäten hinweg. Es bietet Raum für das Präsentieren und Diskutieren der Inhalte auch vor einem fachfremden Publikum, aber auch für prozessuale Fragen rund um die Kooperative Promotion sowie über Rahmenbedingungen und Weiterqualifikation während der Promotion.

Wie kann die HTWG ihre Promovierenden noch besser unterstützen? Dies war eine Frage während des Sommerkollegs, dessen Programm in diesem Jahr unter der Regie des neu gewählten Direktors Prof. Dr. Hanno Langweg stand. Es wurde deutlich, dass sich die Promovierenden noch stärker über ihre Fachgebiete hinaus vernetzen und sich gegenseitig unterstützen möchten. Ganz konkrete Hilfestellungen standen ebenfalls auf dem Programm: Wie zum Beispiel habe ich mir die Disputatio vorzustellen, die letzte Prüfung nach Abgabe der Dissertation? Arnulf Hörtnagl, der im Bereich Werkstoffkunde promoviert, und sein Betreuer Prof. Dr. Paul Gümpel führten vor den Kollegiaten eine „Generalprobe“ vor. Hörtnagl hätte bestanden – er konnte alle Fragen des Prüfers inklusive diejenigen aus dem Publikum mit Bravour beantworten. Prof. Gümpel erläuterte zudem die wichtigsten Elemente der konkreten Prüfungsordnung, aber auch, worauf es allgemein in einer Disputatio zu achten gilt.

Wohin hat mich die Promotion gebracht? Dies schilderten Dr. Anna Nuñez-Vega und Dr. Stephan Zimmermann. Anna Nuñez-Vega hat im Bereich Verfahrenstechnik über Trocknungsverfahren von Nahrungsmitteln promoviert – weniger aus Karrieregründen als wegen der intellektuellen Herausforderung und der Aussicht, sich einem Thema vertieft widmen zu können. Heute arbeitet sie im Lebensmittel-Qualitätsmanagement der Bühler AG.Dr. Stephan Zimmermann hat im Bereich Wirtschaftsinformatik zum Thema Schatten-IT geforscht und ist nun Geschäftsführer in der von der HTWG ausgegründeten Beratungsgesellschaft BITCO3 GmbH. Ein Forschungsfeld zu beackern, das noch fast brach lag, verbunden mit einem hohen Maß an Anwendungsorientierung, hatte ihn zur Promotion angetrieben.In der anschließenden Runde „Ask the professor“ standen dann alle anwesenden Professoren dem Plenum für alle Fragen rund um die kooperative Promotion sowie die Rahmenbedingungen an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften zur Verfügung. Der Tag wurde mit einem Buffet und Gesprächen im Garten der Villa Rheinburg beendet.

Der zweite Tag war vollständig den Promotionsthemen der Doktorandinnen und Doktoranden gewidmet: Nebst je vier Projekten in zwei Sektionen, einer ingenieurs- und einer wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen, wurden im Plenum drei Forschungsinstitute der HTWG vorgestellt. Stipendiatin Addisalem Hailu Taye sprach über ihre unter der Betreuung von Prof. Werner Hofacker im RELOAD-Projekt entstehende Promotion: Sie forscht in diesem Rahmen an der Verringerung von Nachernteverlusten in Ostafrika,speziell an der Trocknung von Kartoffeln. Julian Rüb, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Modellfabrik, stellte seine Promotion über externe Hürden für die Innovation von Geschäftsmodellen vor, wobei ihn besonders die Stakeholder von Unternehmen interessieren. Simon Grimm, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Systemdynamik, befasst sich in seinem Promotionsvorhaben mit der räumlichen Akustikmodellierung bei verteilten Mikrofonen. In seinem Vortrag stellte er verschiedene Berechnungsmodelle vor, wie sich Störgeräusche wie beispielsweise Windgeräusche aus einem Telefongespräch filtern lassen. Ein Promotionsprojekt aus der Fakultät Bauingenieurwesen stellte Laura Müller vor. Sie beschäftigt sich mit möglichen Nutzungskooperationen zwischen energieintensiven Tourismusbetrieben im Schwarzwald und Biogasanlagen, sodass deren Effizienz über das Auslaufen der Festvergütung hinweg Bestand haben kann. Felix Saur promoviert bei Professor Jens Weber über Selbsterregte Radsatz-Torsionsschwingungen von Schienenfahrzeugen mit hoher Kraftschlussausnutzung. Neben seiner Promotion arbeitet er bei der PROSE AG in Winterthur, die sich auf die Messung dieses technischen Problems spezialisiert hat.

European University Association: Conference on Doctoral Education 2017

Jedes Jahr hält die EUA CDE eine Konferenz in einer europäischen Stadt ab. Am 15. und 16. Juni 2017 ging es an der Universität Tallin um „Digitalisation: A game changer for doctoral education?“

Rund um das Thema Digitalisierung wurde diskutiert, welche Auswirkungen diese auf die Qualifizierung des akademischen Nachwuchs und die Forschungspraxis haben oder haben sollten. Ein Thema war Open Science: einerseits werden höhere Transparenz von Forschungsdaten und bessere Vernetzung von Forschenden möglich, zugleich entstehen aber auch neue Herausforderungen an Integrität und Zugänglichkeit von Forschung und Publikationspraxis. Als größtes Hindernis für Open Science wurde die sehr hohe Kompetitivität um begrenzte Ressourcen genannt. Aus einem Forschungsprojekt wurde berichtet, dass die Digitalisierung auch nötig macht, Forschungsmethoden zu überdenken und dabei interdisziplinär zu denken und zu forschen. Ein solches Forschungsprojekt aus der Universität Delft wurde vorgestellt, in dem Nachwuchswissenschaftler/innen aller Disziplinen nach Herausforderungen und Themen, nicht nach Fachgebieten gruppiert zusammenarbeiten.
Nicht nur forschungsbezogene Themen wurden diskutiert, auch die Weiterentwicklung des Datenmanagements an Universitäten wurde anhand verschiedener Beispiele vorgestellt.

Promotion zu Social Entrepreneurship veröffentlicht

Der ehemalige Kollegiat Marcus Ehrenberger hat jüngst seine Promotion mit folgendem Titel im Metropolis-Verlag veröffentlicht:
Corporate Social Entrepreneurship. Prozess und Form ökonomischer Organisation zur Kreation sozialunternehmerischer Opportunitäten.

Aus dem Vorwort von Josef Wieland (gekürzt): „[Die Arbeit] behandelt Prozess und Form der neuen Art unternehmerischer Aktivität, die gesellschaftliche Problemlösung und wirtschaftliche Transaktionen miteinander verbindet. Es entsteht so eine Relation von gesellschaftlicher und privater Wertschöpfung, die auf der Innovationskraft, vor allem aber […] auf der Kreativität unternehmerisch handelnder Akteure beruht.“

Marcus Ehrenberger absolvierte sein Diplom in Betriebswirtschaftslehre an der HTWG Konstanz, im Anschluss seine kooperative Promotion mit der Universität Hohenheim, wo er von Prof. Dr. Michael Schramm betreut wurde. An der HTWG wurde er von Prof. Dr. Josef Wieland betreut.

Informationsveranstaltung „Promotion mit HAW-Abschluss“

Am 28. Juni 2017 findet eine Informationsveranstaltung „Promotion mit HAW-Abschluss“ an der Hochschule Esslingen statt.

Organisiert von der Koordinierungsstelle Forschung für Angewandte Wissenschaften Baden-Württemberg, immer gemeinsam mit einer gastgebenden Hochschule in Baden-Württemberg, bietet dieser Nachmittag einen guten Überblick über die Voraussetzungen und Planung einer kooperativen Promotion, speziell für Absolvent/innen von HAW. Die Veranstaltung findet zweimal im Jahr statt.