Das Promotionskolleg

Hervorgehoben

Über Kooperationen mit Professorinnen bzw. Fakultäten an Universitäten besteht die Möglichkeit, eine Promotion an der HTWG durchzuführen. Denn als Hochschule für Angewandte Wissenschaft  (Fachhochschule) hat sie selbst kein Promotionsrecht inne. Promovieren an der HTWG bedeutet, mit hohem wissenschaftlichen Anspruch und zugleich anwendungsorientiert zu forschen.
Mit dem Kooperativen Promotionskolleg bietet die Hochschule im Rahmen des dritten Bildungszyklus die Möglichkeit, neben der Arbeit am eigenen Promotionsprojekt diese regelmäßig in einem Kreis von Kollegiaten zu präsentieren und an einem weiter qualifizierenden Lehrprogramm teilzunehmen.

Forschungspreis der HTWG für Lisa Schöttl

Am 29. November wurde Dr. des. Lisa Schöttl auf der Akademischen Jahresfeier der HTWG durch Vizepräsidenten Prof. Dr. Oliver Haase der mit 2.000 Euro dotierte Forschungspreis der HTWG verliehen. Lisa Schöttl, die von 2014 bis 2017 Mitglied des Kooperativen Promotionskollegs der HTWG war, forschte unter der Betreuung von Prof. Dr. Stephan Grüninger (HTWG) und Prof. Dr. Josef Wieland (Zeppelin Universität Friedrichshafen) zu einer umfassenden Definition von Integrity Management und effektiven Implementierungsmaßnahmen in Unternehmen.

In ihrer Promotion definiert und diskutiert sie das Unternehmen als moralischen Akteur, dem als kollektiven Akteur Verantwortung zugeschrieben werden kann. Das Unternehmen hat dabei Verantwortung für ökonomische und Integritätsaspekte zu vereinbaren.  Hierfür erarbeitet Lisa Schöttl eine Definition von Integrität, in der Compliance und Integrität wechselseitig aufeinander verweisen und in der individuelle wie strukturelle Aspekte berücksichtigt sind.

Prof. Jochen Rädeker von der Fakultät Architektur und Gestaltung, der die Preisverleihung moderierte; Lisa Schöttl; Prof. Dr. Oliver Haase, Vizepräsident Forschung

Lisa Schöttl war als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Konstanz Institut für Corporate Governance (KICG) beschäftigt, dessen Direktor Prof. Grüninger ist, und koordinierte u.a. auch das Forum Compliance and Integrity (FCI). Vor ihrer Promotion an der Universität Konstanz erwarb sie einen Bachelor in Politik- und Verwaltungswissenschaften und, nach einigen Erfahrungen im Bereich Unternehmensberatung, einen Master der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Angewandte Ethik. Ihre Dissertation „Integrity Management. Zur Bedeutung und Förderung integren Unternehmenshandelns“ wird demnächst publiziert.