Promotion erfolgreich abgeschlossen

Die Promotion unseres ehemaligen Mitglieds Patrick Wesp, „Nachhaltigkeitsdeklarierung von Konsumgütern – Bezugsrahmen, Gestaltungsempfehlungen und operationale Maßnahmen“ ist im Metropolis-Verlag erschienen. Betreut wurde die Promotion von Prof. Dr. Reinhard Pfriem, Universität Oldenburg, die Zweitbetreuung übernahm Prof. Dr. Josef Wieland.

Patrick Wesp hat sich mit einer relevanten Herausforderung im 21. Jahrhundert, der Produktion von und das Wirtschaften mit Waren beschäftigt: er hat die theoretischen Grundlagen und praktische Umsetzungsmöglichkeiten zur Deklarierung nachhaltiger(er) Güter erarbeitet. KonsumentInnen sollen ihre vielfältigen Konsumoptionen erkennen und einordnen können, was im von Patrick Wesp erarbeiteten Modell bei der Deklarierung der Waren beginnt:

„Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, liegt darin, Nachhaltigkeit als Qualität für ein breites Spektrum von Konsumgütern erkennbar und erlebbar werden zu lassen. Eine Nachhaltigkeitsdeklarierung kann dabei weit mehr leisten als nur eine weitere visuelle Auszeichnung. Unternehmen können die kulturellen Kontexte von Verbraucher/innen erkennen und zielgerichtet agieren. Dabei können die vielfältigen Möglichkeiten digitaler Medien hilfreich sein. Die vorliegende Arbeit schlägt vor, dies stets mit Blick auf die lebendige Realität auf Anbieter- und Nachfragerseite zu tun.“

Die Arbeit bietet einen umfassenden Einblick in bestehende Hemmnisse nachhaltigen Konsums, ökonomietheoretische und praktische Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Handeln sowie vom Verfasser erarbeitete Gestaltungsempfehlungen für ein Nachhaltigkeitsdeklarationsmodell.

Das Buch ist in den Bestand der Bibliothek der HTWG aufgenommen, und es ist erhältlich über den Metropolis-Verlag.

Wir beglückwünschen Patrick Wesp zum erfolgreichen Abschluss seiner Promotion!

Promotion erfolgreich abgeschlossen

Das Promotionskolleg gratuliert Dr.-Ing. Michael Schuster ganz herzlich zur erfolgreich abgeschlossenen Promotion. Michael Schuster, der bis Januar 2018 Mitglied des Kooperativen Promotionskollegs der HTWG war, hat im Bereich der Zustandsschätzung von Mehrfachzielen unter Störbedingungen  geforscht. Eine Anwendung seines Promotionsprojektes findet sich beispielsweise in der Schifffahrt. Betreut wurde Michael Schuster von Prof. Reuter, Professor für Regelungstechnik an der HTWG, in Kooperation mit Prof. Wanielik, Professor für Nachrichtentechnik an der TU-Chemnitz.  Seine Dissertation mit dem Titel Multiple Object Tracking for Extended Targets using JIPDA filters ist nun im Shaker-Verlag veröffentlicht worden.

Das Promotionskolleg

Hervorgehoben

Über Kooperationen mit Professorinnen bzw. Fakultäten an Universitäten besteht die Möglichkeit, eine Promotion an der HTWG durchzuführen. Denn als Hochschule für Angewandte Wissenschaft  (Fachhochschule) hat sie selbst kein Promotionsrecht inne. Promovieren an der HTWG bedeutet, mit hohem wissenschaftlichen Anspruch und zugleich anwendungsorientiert zu forschen.
Mit dem Kooperativen Promotionskolleg bietet die Hochschule im Rahmen des dritten Bildungszyklus die Möglichkeit, neben der Arbeit am eigenen Promotionsprojekt diese regelmäßig in einem Kreis von Kollegiaten zu präsentieren und an einem weiter qualifizierenden Lehrprogramm teilzunehmen.

Hervorgehoben

Februar

07FeballdayalldaySeminar „Wissenschaftliches Schreiben und Publizieren“

 

Forschungspreis der HTWG für Lisa Schöttl

Am 29. November wurde Dr. des. Lisa Schöttl auf der Akademischen Jahresfeier der HTWG durch Vizepräsidenten Prof. Dr. Oliver Haase der mit 2.000 Euro dotierte Forschungspreis der HTWG verliehen. Lisa Schöttl, die von 2014 bis 2017 Mitglied des Kooperativen Promotionskollegs der HTWG war, forschte unter der Betreuung von Prof. Dr. Stephan Grüninger (HTWG) und Prof. Dr. Josef Wieland (Zeppelin Universität Friedrichshafen) zu einer umfassenden Definition von Integrity Management und effektiven Implementierungsmaßnahmen in Unternehmen.

In ihrer Promotion definiert und diskutiert sie das Unternehmen als moralischen Akteur, dem als kollektiven Akteur Verantwortung zugeschrieben werden kann. Das Unternehmen hat dabei Verantwortung für ökonomische und Integritätsaspekte zu vereinbaren.  Hierfür erarbeitet Lisa Schöttl eine Definition von Integrität, in der Compliance und Integrität wechselseitig aufeinander verweisen und in der individuelle wie strukturelle Aspekte berücksichtigt sind.

Prof. Jochen Rädeker von der Fakultät Architektur und Gestaltung, der die Preisverleihung moderierte; Lisa Schöttl; Prof. Dr. Oliver Haase, Vizepräsident Forschung

Lisa Schöttl war als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Konstanz Institut für Corporate Governance (KICG) beschäftigt, dessen Direktor Prof. Grüninger ist, und koordinierte u.a. auch das Forum Compliance and Integrity (FCI). Vor ihrer Promotion an der Universität Konstanz erwarb sie einen Bachelor in Politik- und Verwaltungswissenschaften und, nach einigen Erfahrungen im Bereich Unternehmensberatung, einen Master der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Angewandte Ethik. Ihre Dissertation „Integrity Management. Zur Bedeutung und Förderung integren Unternehmenshandelns“ wird demnächst publiziert.

Kaunas University of Technology — PhD Summer School

„I had three intensive days of training“, sagt Kuma G. Erko über seine Teilnahme an der Summer School der Kaunas University of Technology im August 2017. Während des vom Promotionskolleg der HTWG ausgeschriebenen und geförderten Aufenthalts in Palanga, Litauen, hat er viele für eine erfolgreiche Promotion notwendige Kenntnisse erworben.

Auf dem Programm standen Vorträge und interaktive Seminare zum Wissenschaftlichen Schreiben, zum Forschungsdatenmanagement und zu Open Science sowie zum Projektmanagement. Kuma G. Erko, der als Stipendiat im RELOAD-Projekt zu Nacherntetechnologien forscht, berichtet, dass ihn der Vortrag zum Wissenschaftlichen Schreiben vor allem dazu angeregt habe, seine Dissertation sehr klar zu strukturieren, sowie darauf zu achten, die Funktionen der einzelnen Abschnitte beim Schreiben zu beachten.  Das Seminar zum Projektmanagement habe ihm vor allem dabei geholfen, sich konkrete Ziele für die Promotionsphase zu setzen, und zu überlegen, wie er diese fokussiert umsetzen könne. Ganz besonders beeindruckt hat ihn der Vortrag zum Thema Forschungsdatenmanagement und zu Open Science. Er sieht ein großes Potenzial darin, dass Wissenschaftler/innen ihre Forschungsdaten offen  zugänglich machen, da dies eine Kultur der Zusammenarbeit stärkt.

Neben der Vermittlung von überfachlichen Fähigkeiten bot die Summer School eine gute Möglichkeit, sich innerhalb einer Gruppe  aus 48 Promovierenden aus über 10 Ländern zu vernetzen. „Plus“, fügt Kuma G. Erko hinzu, „visiting the beach in Palanga was very nice. A heartfelt thanks to the Promotionskolleg for making this possible!“

Die Entscheidung für die Promotion – zwei Kollegiaten berichten

Julian Rüb promoviert zu Geschäftsmodell-Innovation und Industrie 4.0 in der Modellfabrik der HTWG Konstanz, in Kooperation mit der Newcastle University in Großbritannien. Den Grundstein seiner Promotion legte er mit einem Bachelorstudium in Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau und einem anschließenden Masterstudium im Bereich Innovationsmanagement & Entrepreneurship. „Ein Forschungsthema spezifisch aus zwei disziplinären Perspektiven zu betrachten motiviert mich, Energie und Zeit in die Promotion zu investieren“, sagt Julian Rüb.

Felix Saur promoviert bei Professor Jens Weber über die Problematik selbsterregter Radsatz-Torsionsschwingungen von Schienenfahrzeugen mit hoher Kraftschlussausnutzung. Mit seinem Thema, das er in Kooperation mit der TU Dresden bearbeitet, kam er erstmals in Kontakt während seiner Berufstätigkeit als Ingenieur im Fachbereich der Lauftechnik bei ALSTOM Transport. Er entschied sich dafür, die Schwingungsproblematik von Radsätzen in Schienenfahrzeugen im Rahmen einer Promotion systematisch zu analysieren. Da die PROSE AG  sich auf die Messung dieses technischen Problems spezialisiert hat, wechselte er  zur PROSE AG in Winterthur. Neben seinem Interesse daran, sich interdisziplinär mit der Schwingungsthematik auseinanderzusetzen, war es für ihn ein Anreiz, dem Eisenbahnbundesamt einen rechnerischen Nachweis über die Lösung dieses Problems zur Verfügung zu stellen.

Sommerkolloquium des Promotionskollegs 2017

Eine Promotion ist ein Kraftakt – ein Lebensabschnitt, der von Höhenflügen und Durchhängern begleitet wird. Unterstützung bei den fachlichen und persönlichen Herausforderungen leistet das Promotionskolleg. Es lud zum dritten Mal zum Sommerkolloquium. Das Sommerkolloquium dient dem Austausch der Doktorandinnen und Doktoranden über Arbeitsgruppen und Fakultäten hinweg. Es bietet Raum für das Präsentieren und Diskutieren der Inhalte auch vor einem fachfremden Publikum, aber auch für prozessuale Fragen rund um die Kooperative Promotion sowie über Rahmenbedingungen und Weiterqualifikation während der Promotion.

Wie kann die HTWG ihre Promovierenden noch besser unterstützen? Dies war eine Frage während des Sommerkollegs, dessen Programm in diesem Jahr unter der Regie des neu gewählten Direktors Prof. Dr. Hanno Langweg stand. Es wurde deutlich, dass sich die Promovierenden noch stärker über ihre Fachgebiete hinaus vernetzen und sich gegenseitig unterstützen möchten. Ganz konkrete Hilfestellungen standen ebenfalls auf dem Programm: Wie zum Beispiel habe ich mir die Disputatio vorzustellen, die letzte Prüfung nach Abgabe der Dissertation? Arnulf Hörtnagl, der im Bereich Werkstoffkunde promoviert, und sein Betreuer Prof. Dr. Paul Gümpel führten vor den Kollegiaten eine „Generalprobe“ vor. Hörtnagl hätte bestanden – er konnte alle Fragen des Prüfers inklusive diejenigen aus dem Publikum mit Bravour beantworten. Prof. Gümpel erläuterte zudem die wichtigsten Elemente der konkreten Prüfungsordnung, aber auch, worauf es allgemein in einer Disputatio zu achten gilt.

Wohin hat mich die Promotion gebracht? Dies schilderten Dr. Anna Nuñez-Vega und Dr. Stephan Zimmermann. Anna Nuñez-Vega hat im Bereich Verfahrenstechnik über Trocknungsverfahren von Nahrungsmitteln promoviert – weniger aus Karrieregründen als wegen der intellektuellen Herausforderung und der Aussicht, sich einem Thema vertieft widmen zu können. Heute arbeitet sie im Lebensmittel-Qualitätsmanagement der Bühler AG.Dr. Stephan Zimmermann hat im Bereich Wirtschaftsinformatik zum Thema Schatten-IT geforscht und ist nun Geschäftsführer in der von der HTWG ausgegründeten Beratungsgesellschaft BITCO3 GmbH. Ein Forschungsfeld zu beackern, das noch fast brach lag, verbunden mit einem hohen Maß an Anwendungsorientierung, hatte ihn zur Promotion angetrieben.In der anschließenden Runde „Ask the professor“ standen dann alle anwesenden Professoren dem Plenum für alle Fragen rund um die kooperative Promotion sowie die Rahmenbedingungen an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften zur Verfügung. Der Tag wurde mit einem Buffet und Gesprächen im Garten der Villa Rheinburg beendet.

Der zweite Tag war vollständig den Promotionsthemen der Doktorandinnen und Doktoranden gewidmet: Nebst je vier Projekten in zwei Sektionen, einer ingenieurs- und einer wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen, wurden im Plenum drei Forschungsinstitute der HTWG vorgestellt. Stipendiatin Addisalem Hailu Taye sprach über ihre unter der Betreuung von Prof. Werner Hofacker im RELOAD-Projekt entstehende Promotion: Sie forscht in diesem Rahmen an der Verringerung von Nachernteverlusten in Ostafrika,speziell an der Trocknung von Kartoffeln. Julian Rüb, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Modellfabrik, stellte seine Promotion über externe Hürden für die Innovation von Geschäftsmodellen vor, wobei ihn besonders die Stakeholder von Unternehmen interessieren. Simon Grimm, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Systemdynamik, befasst sich in seinem Promotionsvorhaben mit der räumlichen Akustikmodellierung bei verteilten Mikrofonen. In seinem Vortrag stellte er verschiedene Berechnungsmodelle vor, wie sich Störgeräusche wie beispielsweise Windgeräusche aus einem Telefongespräch filtern lassen. Ein Promotionsprojekt aus der Fakultät Bauingenieurwesen stellte Laura Müller vor. Sie beschäftigt sich mit möglichen Nutzungskooperationen zwischen energieintensiven Tourismusbetrieben im Schwarzwald und Biogasanlagen, sodass deren Effizienz über das Auslaufen der Festvergütung hinweg Bestand haben kann. Felix Saur promoviert bei Professor Jens Weber über Selbsterregte Radsatz-Torsionsschwingungen von Schienenfahrzeugen mit hoher Kraftschlussausnutzung. Neben seiner Promotion arbeitet er bei der PROSE AG in Winterthur, die sich auf die Messung dieses technischen Problems spezialisiert hat.

European University Association: Conference on Doctoral Education 2017

Jedes Jahr hält die EUA CDE eine Konferenz in einer europäischen Stadt ab. Am 15. und 16. Juni 2017 ging es an der Universität Tallin um „Digitalisation: A game changer for doctoral education?“

Rund um das Thema Digitalisierung wurde diskutiert, welche Auswirkungen diese auf die Qualifizierung des akademischen Nachwuchs und die Forschungspraxis haben oder haben sollten. Ein Thema war Open Science: einerseits werden höhere Transparenz von Forschungsdaten und bessere Vernetzung von Forschenden möglich, zugleich entstehen aber auch neue Herausforderungen an Integrität und Zugänglichkeit von Forschung und Publikationspraxis. Als größtes Hindernis für Open Science wurde die sehr hohe Kompetitivität um begrenzte Ressourcen genannt. Aus einem Forschungsprojekt wurde berichtet, dass die Digitalisierung auch nötig macht, Forschungsmethoden zu überdenken und dabei interdisziplinär zu denken und zu forschen. Ein solches Forschungsprojekt aus der Universität Delft wurde vorgestellt, in dem Nachwuchswissenschaftler/innen aller Disziplinen nach Herausforderungen und Themen, nicht nach Fachgebieten gruppiert zusammenarbeiten.
Nicht nur forschungsbezogene Themen wurden diskutiert, auch die Weiterentwicklung des Datenmanagements an Universitäten wurde anhand verschiedener Beispiele vorgestellt.

Promotion zu Social Entrepreneurship veröffentlicht

Der ehemalige Kollegiat Marcus Ehrenberger hat jüngst seine Promotion mit folgendem Titel im Metropolis-Verlag veröffentlicht:
Corporate Social Entrepreneurship. Prozess und Form ökonomischer Organisation zur Kreation sozialunternehmerischer Opportunitäten.

Aus dem Vorwort von Josef Wieland (gekürzt): „[Die Arbeit] behandelt Prozess und Form der neuen Art unternehmerischer Aktivität, die gesellschaftliche Problemlösung und wirtschaftliche Transaktionen miteinander verbindet. Es entsteht so eine Relation von gesellschaftlicher und privater Wertschöpfung, die auf der Innovationskraft, vor allem aber […] auf der Kreativität unternehmerisch handelnder Akteure beruht.“

Marcus Ehrenberger absolvierte sein Diplom in Betriebswirtschaftslehre an der HTWG Konstanz, im Anschluss seine kooperative Promotion mit der Universität Hohenheim, wo er von Prof. Dr. Michael Schramm betreut wurde. An der HTWG wurde er von Prof. Dr. Josef Wieland betreut.